Hobart legt Schiffe an Macquarie Wharf an, fünf Minuten zu Fuß von Salamanca Place. Die meisten anderen australischen Kreuzfahrthäfen können das nicht von sich behaupten, und Hobart weiß das.
Hobart ist die Hauptstadt von Tasmania, dem Inselstaat am Südrand Australiens, und liegt auf 42,88° südlicher Breite — die zweitsüdlichste Hauptstadt der Erde, nur Wellington liegt weiter unten auf der Karte. Der Kreuzfahrtkai Macquarie Wharf setzt die Schiffe mitten in die Stadt: die Sandsteinspeicher von Salamanca Place sind flach in fünf Minuten zu erreichen, das historische Viertel Battery Point steigt dahinter den Hügel hinauf, und das CBD beginnt in dem Moment, in dem man die Gangway verlässt. Kein Shuttlebus, keine Industriehafenrunde, keine Taxifahrt, bevor der Tag beginnt. Das allein macht Hobart einfacher als neun von zehn australischen Häfen.
Die zwei Dinge, die jedes Schiff bewirbt, sind MONA — das Museum of Old and New Art, zwölf Kilometer flussaufwärts, bewusst konfrontativ und mit einem schnellen Katamaran zu erreichen, der Teil des Erlebnisses ist — und der Gipfel von kunanyi / Mt Wellington, dem 1.271-Meter-Berg hinter der Stadt, der an klaren Tagen den Blick bis aufs australische Festland öffnet. Fällt der Anlauf auf einen Samstag, kommt Salamanca Market als dritter Anker hinzu: ein Freiluftmarkt mit 300 Ständen, der seit 1972 wöchentlich stattfindet und gesellschaftlicher Mittelpunkt der Stadt geblieben ist. Darüber hinaus: Tagesausflüge südwärts nach Port Arthur (die Strafkolonie, 90 Minuten mit dem Bus) oder zum Bonorong Wildlife Sanctuary für den tasmanischen Teufel. Das kühl-gemäßigte Wetter ist das Einzige, worum man planen muss — Hobart liegt in den Roaring-Forties-Breiten, und ein sonniger Vormittag kann bis zum Mittag in Wind und waagerechten Regen umschlagen.