Ocho Rios ist der jamaikanische Hafen, der um einen einzigen, sehr berühmten Wasserfall herum gebaut ist — Dunn's River Falls, die 55 Meter hohe, terrassierte Kaskade, die man wie eine Treppe erklimmt. Schiffe legen direkt am Ocho Rios Cruise Pier mitten in der Stadt an, was bedeutet, dass man von der Gangway in fünf Minuten am Kunsthandwerksmarkt steht oder in fünfzehn Minuten per Taxi am Wasserfall.
Ocho Rios — «Ochi» für alle, die dort leben — ist eine kompakte Ferienstadt an Jamaikas Nordküste, die in Kreuzfahrtbegriffen vor allem als Sprungbrett für einen Ausflug existiert. Dunn's River Falls ist die Schlagzeile, die Postkarte, der Grund, warum die Route hier hält. Es ist eine wirklich gute Attraktion: Man erklimmt den Wasserfall selbst, Hand in Hand in einer von einem Guide geführten Menschenkette, klettert über nasse Kalksteinterrassen, während das Wasser an den Knien vorbeirauscht. Es ist touristisch, am späten Vormittag überlaufen — und gleichzeitig auf eine Weise wirklich vergnüglich, wie es die meisten stark vermarkteten Dinge nicht sind.
Die ehrliche Einordnung: Die Stadt selbst ist klein, und der Kreuzfahrtpier wirft einen direkt in eine funktionierende Tourismuswirtschaft — einen Kunsthandwerksmarkt, zollfreie Läden, Margaritaville und eine Phalanx aus Taxifahrern und Tour-Anpreisern, die einen finden, bevor man sie findet. Das Gute fächert sich von dort auf. Der Bobschlitten am Mystic Mountain rast durch den Regenwald oberhalb der Stadt, das Blue Hole (auch Island Gully genannt) ist ein ruhigerer Fluss- und Wasserfall-Badeplatz im Landesinneren, Dolphin Cove liegt direkt neben Dunn's River, und das beste Jerk Chicken, das die meisten Kreuzfahrtgäste essen werden, gibt es bei Scotchies, eine kurze Fahrt östlich. Buchen Sie über seriöse Anbieter oder Ihr Schiff — der Unterschied zwischen einem reibungslosen und einem frustrierenden Tag in Ocho Rios hängt fast ausschließlich davon ab, wem man sein Geld gibt.